Der Ruf der Highlands – Der Weg nach Gleann Comhann

Die Reise geht weiter

Nachdem wir den Pencil Point bei Largs hinter uns gelassen hatten, ging es nun weiter in Richtung Highlands, genauer gesagt nach Gleann Comhann, einem – und da waren wir Beide uns nach dem Trip einig – der Highlights unserer Reise. Gleann what?! Gleann Comhann ist gälisch und bedeutet nichts anderes als GlenCoe! In diesem Artikel fasse ich nun zwei Reisetage zusammen. Die Route verlief von Largs über Glasgow zu dem kleinen idyllischen Städtchen Luss am Loch Lomond. Von dort aus über den Pass des Loch Restil, vorbei am Inveraray Castle am Loch Shira um am Ende Nähe des kleinen Hafenort Oban zu stranden. Nach einer ruhigen Nacht in traumhafter Kulisse, führte uns der Weg über das Castle Stalker nördlich zum Campingplatz nahe des Ortes GlenCoe im Tal GlenCoe am Fluss GlenCoe. Ja, die Schotten mögen es einfach *lach*.

Luss, eine reine Bauchentscheidung

Der Besuch des historischen Ortes Luss war von uns nicht im Vorfeld geplant gewesen. Ich las am Vorabend ein wenig im Reiseführer und der Ort klang interessant und lag zudem direkt auf unserem Weg in den Norden. Da ich bis GlenCoe eigentlich nicht viel Sehenswürdigkeiten auf dem Radar hatte, kam das beschauliche Luss, das am Loch Lomond liegt, somit gerade recht. Wir hatten schließlich Urlaub und alle Zeit der Welt.

IMG_20151012_133036Kamera: Xperia T Datum: 12.10.2015 - 14:30 Uhr Brennweite: 4.48mm Blende: f/2.4 Zeit: 1/640 sec ISO: 50

Der Ort selbst ist dank des britischen Fernsehen ein bekannter touri Magnet. Selbst wir trafen bei unserem Besuch wieder auf ein paar Kameraleute, die gerade ein paar Szenen drehten. Der sehr groß dimensionierte Parkplatz am Ortsrand lässt in etwa erahnen, was hier wohl in den Hauptreisezeiten los sein muss. Bei uns war dieser ungefähr nur zu einem Drittel gefüllt. Pro Stunde müsst Ihr zudem 1 Pfund in den Automaten schmeissen, wir zahlten 2 Pfund und die Sache war geritzt.

Viele Wege führen bekanntlich nach Rom, oder vom Parkplatz in Luss durch den Ort. Über diverse Rundwege kamen wir so in jeden Winkel des Ortes. Das Highlight ist natürlich die alte Kirche, die aber überhaupt nicht so alt ist und 1800-irgendwann erst erbaut wurde.

Wenn wie bei uns nicht viel Betrieb ist, lohnt sich der Besuch in Luss auf alle Fälle. Schöne Häuser, ein schöner Loch und viel Ruhe!

Frische Burger auf Passhöhe

„Wow!“

Anders lässt sich der erste Eindruck nicht beschreiben. Der Parkplatz lohnt sich für einen kurzen Stopp. Ich habe dort allerdings keine Bilder gemacht, weil wisst ihr…

„Wenn mir ein Moment gefällt, ich meine, mir… persönlich, dann will ich nicht, dass mich die Kamera irgendwie ablenkt. Dann will ich einfach nur… darin verweilen.“Sean O’Connell

Es ist vielleicht nicht der schönste Blick in Schottland und in den Alpen findet man auch schönere Ausblicke, aber es ist definitv der erste Vorbote von dem, was einem die Highlands so bieten werden. Zudem war es für mich der Punkt, an dem ich selbst sagte

„Ok, jetzt bin ich angekommen!“

IMG_20151012_143017Kamera: Xperia T Datum: 12.10.2015 - 15:30 Uhr Brennweite: 4.48mm Blende: f/2.4 Zeit: 1/640 sec ISO: 50

Achja… man sollte am Parkplatz allein schon wegen des kleinen Burgerimbisses halten. Die Burger werden frisch vor euren Augen zubereitet. Dauert dadurch zwar ein paar Minuten, aber schmecken dafür auch sehr gut!

Inveraray für Lau

Ein Castle… ein weiteres Castle… CASTLE! Was soll ich dazu nu schreiben. War ja selbst nicht drin, könnte nun vom Reiseführer was für Euch abtippseln, was ich aber nicht möchte. Das Castle bzw. das Areal ist kostenpflichtig und es sah auf dem ersten Blick nicht „bezahlwürdig“ aus bzw. eher so nach: Okay, wenn wir da jetzt reingehen, sind wir 3 Std. dort.

Wem das Castle näher interessiert, für den habe ich hier eine Reportage vom SWR! Dort geht es u.a. um und vor allem in das Castle. Es ist nämlich noch bewohnt! Ich kann die Reportage eigentlich sehr empfehlen, habe sie erst nach der Schottlandreise gesehen und die ein oder andere Destillery wiedererkannt *lach*.

SWR – Auf Schottlands Whisky-Routen (ca. 45:00 Min.)

Btw.: Achtet in meiner Karte auf den Parkplatz bei Lochawe auf der Strecke von Inveraray nach Oban. Dieser bietet den besten Blick auf das dortige Castle Kilchurn! Wir hatten das Castle nicht wirklich aufm Schirm und da ich gerade „voll in Fahrt“ gewesen war, bin ich daran vorbeigerauscht. Wir versuchten dann auf der Fahrt noch einen anderen Standort zu finden, aber keine Chance! Das restliche Ufer ist komplett bewaldet und bietet keine Parkpmöglichkeiten mehr. Entweder erhascht man also einen Blick von dem eingezeichneten Parkplatz, oder man fährt direkt zum Castle. 

Oban mit Ausblick

Je weiter man in den Norden kommt, desto mehr lichtet sich das Feld der Touris. Das Gebiet nördlich von Glasgow wird jedoch gerne für Tagesausflüge von den Einheimischen genutzt. Wer sich nochmals einen richtigen Tourikick geben möchte, der ist mit Oban gut beraten. Der Ort bietet nicht nur einen idyllischen Hafen mit Ausblick, sondern dient zugleich als Ablegestelle für die Fähre auf die Isle of Mull. Wie es aber in den Hauptreisezeiten dort aussieht, möchte ich persönlich nicht wirklich wissen. Bei unserem Besuch im Herbst waren die Straßen schon extrem überfüllt und die Parkplätze – auf gut Deutsch – zugeschissen.

Jeder der nach Oban fährt, sollte einen kurzen Abstecher zur Gavanan Bay einplanen. Bei guter Sicht – die wir hatten – bietet sich ein superschönes Panorama inkl. dem Blick zur Isle of Mull. Gleich vorweg, der übergroße Parkplatz am Strand ist nicht zur Übernachtung geeignet. Hier klafft ein überdeutliches „No Overnight Parking“ Schild. Der Parkplatz stellt zugleich das Ende der Sackgasse dar. Ihr müsste also wieder zurück nach Oban fahren!

Eigentlich hätte ich in Oban gerne den „Folly Tower“ von McCaig’s mir angesehen, aber mir war der Ort echt zu stressig! Wir fuhren deshalb gleich in Richtung des Caravan und Campingparks, der außerhalb von Oban liegt. Die Straße war viel befahren und ist eine SingleTrackRoad. Der Campingplatz hatte im Oktober leider schon geschlossen und auch die Schranken an der Einfahrt waren herabgelassen. Wir sind dann an den Parkplatz zu der Fähre nach Kerrera gefahren und haben dort geparkt. Zur Sicherheit fragte ich noch kurz einen Anwohner ob wir dort stehen bleiben dürften. Natürlich durften wir das, warum fragte ich überhaupt noch.

Vom Parkplatz aus habt ihr die Möglichkeit die umliegenden Berge zu besteigen. Der Ausblick ist der kurze Aufstieg auf jedenfall wert! Nach nur 20 Minuten steht ihr auf dem oberen Plateau und genießt eine herrliche Aussicht!

PS: Ja, bei den Sonnenuntergangsbildern spiegelt sich das Display an meinem Steckfilter *lach*. Aktuell lässt meine Photoshoplust allerdings zu Wünschen übrig. Werde die Bilder austauschen, wenn ich später mit Photoshop ein paar Bilder der Reise nachbearbeiten werde.

Frühstückskaffee am Castle Stalker

Nach einer kalten Nacht und einem wunderschönen Sonnenaufgang in der Bucht von Oban, ging es für uns weiter. Unser Tagesziel sollte ja GlenCoe werden. Die Fahrt von Oban nach GlenCoe ist allerdings nicht Tagesfüllend und dauert nur knapp 50 Minuten. Grund genug für einen kurzen Zwischenstopp also. Das Castle Stalker mitten im Loch Laich sollte unser erster Stopp des Tages darstellen.

Wir parkten direkt am offiziellen StalkerView-Parkplatz an dem man nicht nur das Castle bestaunen kann, sondern sich einem auch noch ein wunderschönes Panorama dazu bietet.

Wer das Castle von unten fotografieren oder bestauenn möchte, sollte zuvor schon eine Parkmöglichkeit suchen! Vom Viewpoint aus führt kein weg hinunter, nicht mal wenn man das unbedingt möchte *lach*. Die Strasse zurücklaufen wäre mir persönlich zu gefährlich, da die Kurve unübersichtlich ist und an den Seiten nicht wirklich Platz für Fussgänger.

Nachdem wir ein wenig die Aussicht genossen haben, ging es für uns weiter ins GlenCoe. *Whooohoooo*Es wird ernst*

(Zurück zum Hauptartikel der Schottlandreise)

 

 

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Meine Name ist Florian Schickling, der sogenannte "ich"-Part von "dasFLOSEN" und Autor sowie Knipser meines Blogs dasflosen.de. Grundsätzlich bin ich einfach gerne unterwegs, verbringe viel Zeit in der Natur und versuche schöne Momente und Eindrücke mit einer Systemkamera von Olympus festzuhalten. Jeder Ausflug hat seine eigene Geschichte zu erzählen und da ich selbst das alleinige Betrachten von Bildern langweilig finde, kam mir die Idee mit dem Niederschreiben. Dieser soll nicht nur unterhalten, Eindrücke schildern und Bildmaterial liefern, sondern zugleich auch als Informationsquelle für mich, für die Interessierten unter Euch oder für die Nachwelt dienen.

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