Die Sternenfischer vom Ostallgäu – Schmutterweiher und Auerberg

Bruderliebe

Mein Bruder, der bekanntlich in der Nähe von Frankfurt wohnt, zieht es immer mal wieder zu Besuch zurück ins Allgäu. So selten wie ich Menschen fotografiere, so selten lichtet er Landschaften ab. Perfekt also, um gemeinsam auf Tour zu gehen. Ich fragte ihn bereits im Vorfeld schon, ob er Bock darauf hätte und er stimmte (natürlich) zu. Um kurz nach 21:00 Uhr brachen wir auf in Richtung Ostallgäu und Forggensee. Genauer gesagt an den Schmutterweiher bei Roßhaupten. Ich war im Vorfeld noch nie dort und somit war das Ganze perfekt. Ich mag neue Dinge!

Zwar war in der engeren Auswahl ebenfalls das Steinriff vom Forggensee, der Heiterwanger See mit seiner Kapelle oder der Weißensee, aber der Schmutterweiher lächelte mich einfach mehr an. Schon auf der Hinfahrt zeigte ich meinem Bruder den Auerberg, der in der Vergangenheit auch schon von mir öfter mal besucht wurde.

(Link zur Google-Maps Karte)

Nachtfischer

Am Schmutterweiher angekommen, machte sich erst mal Ernüchterung breit. Der halbe Parkplatz war voll mit Auto.

Was geht den hier ab?

Als wir zum See liefen, war es dann schnell klar. Nachtfischer. Überall um den See sah man kleine Lagerfeuer brennen und immer wieder die kleinen Ruderboote über den See fahren. Nun gut, interessierte mich erst mal nicht. Ebenso wie der Schniedelwutz eines Nacktbaders, den ich versehentlich angeleuchtet hab. Versehentlich!!! *lach*

Wir bezogen Stellung am Ufer und schossen die ersten Aufnahmen. Bei Mondlicht. Bis knapp vor 0:00 Uhr sollte der Mond nämlich noch am Himmel klaffen, was sich aber als gar nicht so übel herausstellte. Ganz nach dem Motto:

Lens Flares! We need more Lens Flares!J.J. Abrams

Der Blick vom Seeufer versteckt das Schloss Neuschwanstein, was definitiv von Vorteil ist, da es mit der üppigen Beleuchtung nur recht stört. Nach ein paar Stunden am Weiher zog langsam Dunst über das Wasser, den wir zu Beginn noch ablichteten. Leider führte dieser dazu, dass die Spiegelung immer mehr Schwand, ständig unsere Linsen anliefen und am Ende gar den Himmel verdichtete. Ich machte also noch den Vorschlag, den Auerberg einen Besuch abzustatten. Lag ja auf dem Weg und mein Bruder war nur schon seit gefühlt 20 Stunden wach. Dann könne er gerade die 2-3 Std. auch noch durchhalten *lach*.

Immer wieder diese zwei Bäume

Auf dem Auerberg angekommen, liefen wir zu dem bekannten Spot auf die andere Seite des Hügels, wo das Kreuz und die Tische stehen. Exakt als wir dort ankamen, stand die Milchstraße senkrecht über dem Kreuz. Whoohooo! Vor allem war sie wirklich sehr ausgeprägt zu sehen. Kurz darauf liefen wir hinunter zu den beiden Bäumen. Jene Bäume, die mich wahnsinnig machen. Irgendwie sehen sie schon geil aus, aber ich hab noch nie ein vernünftiges Bild zustande gebracht. Das wurmt mich! Ein bisschen! Dieses Mal versuchte ich mich an einem Startrail und auch dieses Mal war die Aufnahme nicht perfekt, aber ich komme Langsam in die Regionen, in denen mir dann das Zwei-Bäume-Bild auch mal gefällt *lach*. Ich war mir zu 100% sicher, dass der Polarstern mittig platziert war. Irgendetwas muss jedoch passiert sein, dass er im Endergebnis doch ein wenig versetzt wurde. Ein Fall für Aiman Abdallah!

Während der Zeit der Startrailaufnahme (30 Minuten), knipste mein Bruder munter weiter. Nachdem wir Beide alles im Kasten hatten, ging es wieder nach Hause. Sichtlich zufrieden mit dem Gefühl ner Menge schöne Bilder auf der Speicherkarte zu haben.

Der Spot wird mich sicherlich mal wieder im Winter oder zum Sonnenaufgang wiedersehen!

 

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Meine Name ist Florian Schickling, der sogenannte "ich"-Part von "dasFLOSEN" und Autor sowie Knipser meines Blogs dasflosen.de. Grundsätzlich bin ich einfach gerne unterwegs, verbringe viel Zeit in der Natur und versuche schöne Momente und Eindrücke mit einer Systemkamera von Sony festzuhalten. Jeder Ausflug hat seine eigene Geschichte zu erzählen und da ich selbst das alleinige Betrachten von Bildern langweilig finde, kam mir die Idee mit dem Niederschreiben. Dieser soll nicht nur unterhalten, Eindrücke schildern und Bildmaterial liefern, sondern zugleich auch als Informationsquelle für mich, für die Interessierten unter Euch oder für die Nachwelt dienen.

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