Lofoten im Winter 2014 – Die Zusammenfassung

Anfang

Vorwort

Der Artikel basiert auf meinen Aufzeichnungen aus meinem Indiana-Jones-Adventure-Gedächnis-Büchlein, welches ich von Hoochi’s Welt geschenkt bekommen habe. Vielen Dank nochmal dafür, es werden noch viele weitere Aufzeichnungen darin folgen. Vielleicht werden es in 100 Jahren meine UrUrUr-Enkeln auf dem Dachboden ja mal wiederentdecken 🙂

IMG_20140323_163912

Ja, der Artikel ist lang, verdammt lang und verdammt ausführlich. Es war aber nun mal eine mehrtägige Reise mit verdammt vielen und schönen Impressionen. Eben nicht nur ein achtstündiger Tagesausflug. Ich hab auch sehr viele Bilder reingepackt, nicht nur die TOP-Bilder, sondern auch ein paar Minderwertige, weil dieser Artikel eben Reisebericht, Guide für andere Lofotenentschlossene und Fotostrecke zugleich sein soll.Das alles sind Gründe dafür, weshalb ich einen Teufel daran setzen werde, den Artikel zu kürzen. Es wird Leute geben, die Ihn lesen, die nur die Bilder schauen und jetzt schon weg sind. In diesem Sinne… viel Spass!

 

Einführung

Jetzt aber mal los, sonst werden wir hier nie fertig. Es war also soweit. Lofoten. Die Vorgeschichte kennt Ihr als aufmerksame Leser natürlich schon, für alle Andere gibt es HIER nochmal der Artikel. Der Zeitpunkt war also nun gekommen und die Reise sollte beginnen. Ich werde den Artikel nicht chronologisch aufbauen, sondern geographisch. Soll heissen, ich unterteile die Insel ein wenig und Ihr bekommt die jeweiligen Bilder dazu präsentiert. Tolle Sache, oder?

 

Die Gefährten

Bevor wir aber nun endgültig in die Lofoten einsteigen, hier noch ein paar Randnotizen zu der Reise. Abflug war am 15.02.2014 aus der Schweiz in Zürich. Mit dem „Käsbomber“ unserer benachbarten schweizer SwissAir-Kollegen sollte es zunächst nach Oslo (Norwegen) gehen und von dort aus mit den kompetenten Team der SAS per Inlandsflug weiter nach Evenes in den hohen Norden.

IMG_20140215_071814

IMG_20140215_073037

Der Kapitän der schweizer Seite teilte uns kurz vor Oslo mit, dass aktuell Schneefall in Oslo vorherrsche. Gut… „Schnefall“ ist wohl das Anti-Aggressions-Passagier-Beruhigungscodewort für „Es hat nen mächtigen Blizzard“. Ich begrüße ja diese kleinen teuflischen Bildschirme in den Flugzeugen, die einen andauernd mit beruhigenden Informationen während des Fluges füttern, aber wenn da dran steht „Height 150m“ und man sieht noch nicht mal ansatzweise den Boden… Aber gut, machte nichts, denn unser Flugzeug hatte ja eine Schneekettenbereifung *hust*. Wir waren so ziemlich das letzte Flugzeug, welches in Oslo planmäßig landen konnte, danach ging nichts mehr. Die Start und Landebahnen waren geschlossen und die Norwegischen Schneeschipper haben im Akkord gearbeitet. Freiräumen – Flugzeug landet – Freiräumen – Flugzeug startet.

IMG_20140215_091234

Nachdem wir unser Gepäck abgeholt hatten, mussten wir für den Inlandsflug nochmals erneut Einchecken und durch die Sicherheitskontrollen. Am Abflugterminal trafen wir letztendlich dann auf Manfred, der schon wartete. Das Trio infernale war also komplett. Wir beobachteten gut gelaunt das Schneetreiben auf dem Rollfeld, die Schneegefüllten Kipplaster die an uns vorbei fuhren und den Terminalbildschirm. „Weiterflug 11:30 Uhr“. Gut, um 11:15 Uhr war unsere Maschine noch nicht mal am Terminal, aber „vielleicht sind die Norweger ja wieselflink“. Um 12:00 Uhr bemühten sich die norwegischen Flughafenmenschen dann zumindest mal um Durchsage – „Der Flug hat Verspätung“. Der Strohhalm an der Situation, an dem wir Drei uns klammerten, sollte der Terminalbilschirm sein. Er zeigte „Sonnenschein“ auf den Lofoten an. „YES BABY!“
Irgendwann saßen wir dann doch in diesem ominösen Flugzeug. Die Betonung hierbei auf sitzen, denn es flog natürlich noch nicht. Nein, unser Pilot musste noch in guter alter Arbeitsargenturmanier ein Ticket, für die Enteisungswarteschlange auf dem Rollfeld, ziehen. Mit ein paar Minütchen im Stundenbereich und einem frisch abgeholten rosaroten (Enteisungs)Anstrich, hoben wir dann in Richtung Zielflughafen Harstad/Narvik nach Evenes ab. *yippi*

 

The journey begins

Zugegeben, ich mag Landeanflüge grundsätzlich nicht, aber als der Flieger kurz vor der Landung anfing in der Luft einen heissen Windböhendrift aufs Parkett zu legen, testete ich kurzerhand mal die Griffigkeit der Armlehnen. Die Gelassenheit der norwegischen Passagiere lies jedoch auf einen normal anmutenden Landeanflug schließen. Verrückt!
Als wir angekommen waren, holten wir noch kurz unseren Spikebereiften Mietwagen ab, welcher schon auf dem Parkplatz auf uns wartete. Löblich: Wir hatten kein Navi bestellt, hatten aber ein Navi an Bord. Gut, das Navi war für die Katz, da es von Zehn Zielen sowieso nur Eines fand, aber immerhin!

IMG_20140215_164212
Nun beginnt also die Reise! Checkt nochmal eure Vorräte, holt ein Bier aus dem Kühlschrank und füllt die Schüssel mit frischen, knackigen und herrlich duftenden Chips!

Inhaltsverzeichnis

Blog via E-Mail abonnieren

Gib Deine E-Mail-Adresse an, um diesen Blog zu abonnieren und Benachrichtigungen über neue Beiträge via E-Mail zu erhalten.

Schließe dich 156 anderen Abonnenten an

flosenART Verfasst von:

Hallo, ich bin flosenart und bin nun gestorben.

14 Kommentare

  1. Timm
    26. März 2014
    Antworten

    Sehr gelungener Bericht, Stimmungsvolle Aufnahmen, einfach klasse, *troim*

    • flosenART
      26. März 2014
      Antworten

      Danke Dir, schön wenns gefallen hat. Die Gegebenheiten dort lassen fast nichts anderes über als Stimmungsvolle Aufnahmen.

  2. Anita
    28. März 2014
    Antworten

    So, endlich bin ich durch. Wirklich durch, bis zum Ende gelesen.
    Danke für den ausführlichen Bericht, du hast mich ja schon vorgewarnt, ich hab mich sehr amüsiert.

    Die Bilder find ich teilweise sehr, sehr gut, auch wenn ich auf die fehlenden Fisch-Köpfe hätte verzichten können. 😉 Einzelne zu kommentieren, macht kein Sinn, da würde ich morgen früh noch tippen. Das Leuchtturm-Bild wünsch ich mir immer noch als 16:9, die Aurora-Bilder sind alle sehr beeindruckend. Und das türkise Karabik-Wasser gefällt mir auch sehr gut.

    Deinen Bilder machen Lust selber hinzufahren, aber nach der Beschreibung des Landeanflugs, warte ich lieber, bis das Beamen endlich erfunden wurde.

    • flosenART
      29. März 2014
      Antworten

      Hui, jemand wo den Artikel ganz gelesen hat, dann hat sich die Tippselarbeit ja doch gelohnt 🙂 Dank Dir für die Worte und die 16:9-Reihe wirds dann auf meiner Facebookseite irgendwann im laufe des Jahres mal geben. Vorerst kann ich die Lofotenbilder nicht mehr sehen. Hab mir jetzt noch ein 49×28 Bilderband erstellt und die Fotos ins Archiv gelegt.
      Hehe, ja der Landeanflug war nicht ohne, aber Du hast die möglichkeit auch mit dem Auto und per Schiff dort anzureisen. Also tu Dir keinen Zwang an, mich wirds definitiv wieder dorthin ziehen. Allerdings steht jetzt erstmal Island und im Frühjahr 2015 Schottland auf dem Zettel.

  3. 29. März 2014
    Antworten

    Die Reise hat sich auf jeden Fall gelohnt – die Photos sind beste Werbung für die Lofoten (eins davon habe ich – wenn ich nicht irre – bei heise.de gesehen).
    Danke für die Photos und den ausführlichen Bericht!

    • flosenART
      29. März 2014
      Antworten

      Definitiv! Und es war auch nicht meine letzte Reise dort hin. Jepp, auf heise.de, view.stern.de und bei nationalgeographic.de waren und sind die Bilder „Bild-des-Tages“ gworden. Hat mich sehr gefreut 🙂

      Grüße floSen

  4. 30. März 2014
    Antworten

    Sehr ausführlich dein Reisebericht, ich habe ihn mir auf 2 Tage aufgeteilt und so doppelt Freude dran gehabt.

    Die Lofoten sind echt ein Traum – das kann ich aus eigener Erfahrung von vor einem Jahr sagen. Damals lag allerdings soviel Schnee das ein oft gewünschtes Halten am Straßenrand nicht möglich war.
    Deine Idee in Reine nicht vom Standartspot zu fotografieren hat sich echt gelohnt. Wir standen mit unserer Gruppe damals leider auch nur dort. Bei meinem nächsten Besuch möchte ich dort unbedingt irgendwo an Höhe gewinnen und eine der malerischen Buchten von weiter oben fotografieren – deshalb wird es mich wohl zur Schneelosen Zeit mal hochziehen. Wenn die Preise dort oben nicht so horrend wären könnte ich mir einen Jährlichen Besuch in Norwegen sehr gut vorstellen.

    • flosenART
      30. März 2014
      Antworten

      Hey, dank Dir für das Feedback und fürs lesen! Ja, man könnte bei Reine auch auf eine Anhöhe gehen, direkt unterhalb des angrenzenetn Berges, sollte das machbar sein. Zu Beginn war ich enttäuscht, dass wir nicht soviel Schnee hatten, aber ich muss im nachhinein sagen, dass es sogar gut war. So hatten wir fast jedes Szenario. Mit Schnee, ohne Schnee, Sonnenschein, Regen, Eisregen. Ich möchte gerne mal noch im Sommer zur Mitternachtssonne hoch und vor alleme in paar Bergtouren unternehmen. Mal schauen, wann sich dieses Vorhaben umsetzen lässt. Meine Frau möchte, nach dem Sichten der Bilder, nun auch unbedingt im Winter dort hin 🙂 Andererseits fände ich auch die Gegend um Tromso sicherlich interessant, müssen ja nicht immer nur die Lofoten sein, wobei Landschaftlich diese schon eine Wucht sein. Wie dem auch sei, jetzt steht sowieso erstmal eine Schottlandrundreise auf dem Zettel.

  5. 30. März 2014
    Antworten

    jetzt hab ich ganz vergessen dir für deine Karten mit den Haltepunkten zu danken, da kann man für die eigene Reise viel mitnehmen, auch wenn es dort praktisch überall sehenswert ist 😉

    • flosenART
      30. März 2014
      Antworten

      Hehe, kann mal passieren 🙂 Ja, wenn man bedenkt, dass wir 50% unserer Spots nicht durchgebracht haben, weil die Gegend einfach soviel außerhalb der geplanten Spots zu bieten hatte. Ich glaube es gibt keine wirklichen „schlechten“ spots dort. So zumindest mein Eindruck.

  6. 2. Mai 2014
    Antworten

    Respekt für diesen super Bericht. Vielen Dank, genau einen solchen habe ich gesucht. Ich habe vor, nächsten Februar die Lofoten zu bereisen. Wie sieht das mit den Fahrzeiten aus von Svolvær zu den einzelnen Inseln? Kannst du mir evtl. eine Unterkunft empfehlen?

    Liebe Grüsse aus der Schweiz

    • flosenART
      12. Mai 2014
      Antworten

      Grüße in die Schweiz! Danke für das Feedback. Also eine Unterkunftsempfehlung in Svolvaer steht im Artikel, eine andere Unterkunft kann ich leider nicht empfehlen. Worüber man sich aber bereits im Voraus im Klaren sein sollte, wo die Fotospots liegen. Von Svolvær bis nach Reine fährt man schon mal gute 3 Std. wenns hoch kommt. Ebenfalls muss berücksichtig werden, dass man wohl kaum durch fährt, ohne irgendwo einen Halt zu machen und zwischendurch mal was anzusehen oder zu knipsen. Somit erhöt sich die Reisezeit enorm. Ich für meinen Teil werde bei meinem nächsten Lofotenbesuch ein Quartier in der Mitte bei Leknes/Ramberg suchen, weil mich die Spots dort einfach mehr reizen. Willst Du mehr die Anfänge der Lofoten ergründen, empfiehlt sich Svolvaer. Ein Quartier direkt in Reine würde ich nur den Leuten empfehlen, die kein Problem mit Fischgeruch haben 😉 der powered in der Gegend schon ordentlich.

      Grüße floSen

  7. Alaric
    1. Februar 2018
    Antworten

    Auch von mir Grüße in die Schweiz – ich habe dort mal gearbeitet.

    Vielen Dank für deinen tollen Bericht – da ich demnächst auf die Lofoten fahre ist er eine ausgezeichnete Vorbereitung für meine eigene Reiseplanung.
    Deine Bilder sind eine Pracht, du hast toll fotografiert und auch die Bildbearbeitung gefällt mir ganz ausgezeichnet. Du verstehst dein Handwerk!
    Die Kommentare zu den Bildern und deine Reisebeschreibung finde ich äußerst informativ und witzig – und runden das Ganze wunderbar ab.

    Ich fliege am 1. März und werde mein Quartier in Leknes beziehen und dann immer wahlweise nach Westen und Osten fahren.

    Viele Grüße
    Alaric

Kommentar verfassen