Lofoten im Winter 2014 – Die Zusammenfassung

Gimsøy

Gimsøy

gimsoy
Nachdem Ihr also alle versorgt seid, beginnen wir nun mit dem zweiten Inselabschnitt. Gimsøy. Der Inselabschnitt liegt direkt im Norden und gehört eigentlich noch zu Vestvågøy, trotzdem möchte ich Ihn extra aufführen. Grundsätzlich bietet dieser Teil der Lofoten nicht wirklich viel Besonderes, aber trotzdem hat er so seine Vorzüge. Da unsere Unterkunft bekanntlich in Svolvær lag, passierten wir fast täglich diesen Inselabschnitt. Eigentlich möchte man dort so schnell wie möglich durch, da man sich zumeist auf dem Weg nach Flakstad, Ramberg oder Reine befindet, es lohnt sich dabei aber definitiv hier den ein oder anderen Stopp einzulegen.

(Link zur Google-Maps-Karte)

WEG ZUR GIMSOYKIRK

Passiert man die Brücke über die Gimsøystraumen, hat man direkt die Wahl der E10 weiter zu folgen, oder eben einen Abstecher auf den nördlichen Teil der Insel zu wagen. Auf dem Weg zum besagten Inselteil, findet man Norwegen bzw. Lofotentypische Fischgestelle. Da man sonst immer vom Verkehr etwas gestört wird, findet man hier die nötige Ruhe um den Fischen beim Abhängen zuzusehen. Gesagt getan und wir erwiesen am Mittwochnachmittag den kopflosen Rittern im Schuppengewand die letzte Ehre. Was übrigens aus den Fischköpfen passiert… ich weiss es nicht, aber vielleicht sollten wir mal Captain Iglu fragen *lach*

GIMSOYKIRK

Die Straße weiter nördlich, kommt man zur Gimsøy-Kirk, die sich etwas versteckt auf der rechten Seite der Straße befindet. Die Kirche ist zwar ausgeschrieben, aber man fährt schnell daran vorbei, hier gilt es also die Augen offen zu halten. Das Fleckchen um die Kirche ist wirklich empfehlenswert, ob die besagte Kirche es auch ist, muss jeder für sich selbst entscheiden. Ich habe sie einmal gesehen und gut wars. Am spektakulärsten war für mich der kleine Friedhof, welcher im Vorhof zur Kirche liegt und sich übersäht mit schönen alten Gräbern und außergewöhnlichen Grabsteinen/Kreuzen präsentiert. Nachts ärgerte uns eine Laterne mit Ihrem extremen Störlicht leider ein wenig. Auch meine Hoffnung, zur Mitternachtsstunde den ein oder anderen gefallenen Kameraden zu erblicken, erwies sich als Niete. Typische Touristenfalle eben! Wir fuhren den Spot direkt an unserem Ankunftstag an und waren am Mittwoch zum Sonnenuntergang nochmals dort. Ich knipste die Kirche bei Sonnenuntergang aber nicht mehr direkt, vielmehr versaute ich kurzfristig die Composition meiner Mitstreiter und lief über den Friedhof an der Kirche vorbei an das auf der Rückseite gelegene Ufer. Hier traf ich auf Olé, welcher zwar kein Friedhofszombie war, aber immerhin ein waschechter Norweger. Wie zwei Schüchterne beim ersten Date näherten wir uns und kamen irgendwann ins Gespräch. Er kam von der Nachbarinsel der Lofoten extra rüber um Auroras zu jagen. Ich fragte Ihn, warum er extra hierher kommt und er meinte von den Locations her sei es um einiges schöner wie auf seiner Insel. Ich vergleiche das einfach mal mit „ich fahr vom Unterallgäu ins Oberallgäu“. Der nette Norweger von Nebenan interessierte sich sehr für meine Kamera und war erstaunt über die Qualität meiner am Tag zuvor geschossenen Aurorabilder. Nach einem netten Plausch verabschiedeten wir uns voneinander und wünschten uns gegenseitig noch viel Glück auf der nächtlichen Aurorajagd. Thomas und Manfred kamen ums Eck und waren mit der Kirche nun auch endgültig durch. Es konnte also weitergehen.

GIMSOY UMLAND

Den Golfplatz von Gimsøy hatten wir ausgelassen, fuhren lieber eine Querverbindung zurück zur E10. Sucht man auf den Lofoten unendlich lange Straßen, findet man sie wohl genau hier. Nach unseren Sonnenuntergangsbildern an der Gimsøy–Kirk, knipsten wir also noch kurz die Straße zur Unendlichkeit, welche in einem unwirklichen Lila erleuchtete. Klasse!

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flosenART Verfasst von:

Hallo, ich bin flosenart und bin nun gestorben.

15 Kommentare

  1. Timm
    26. März 2014
    Antworten

    Sehr gelungener Bericht, Stimmungsvolle Aufnahmen, einfach klasse, *troim*

    • flosenART
      26. März 2014
      Antworten

      Danke Dir, schön wenns gefallen hat. Die Gegebenheiten dort lassen fast nichts anderes über als Stimmungsvolle Aufnahmen.

  2. Anita
    28. März 2014
    Antworten

    So, endlich bin ich durch. Wirklich durch, bis zum Ende gelesen.
    Danke für den ausführlichen Bericht, du hast mich ja schon vorgewarnt, ich hab mich sehr amüsiert.

    Die Bilder find ich teilweise sehr, sehr gut, auch wenn ich auf die fehlenden Fisch-Köpfe hätte verzichten können. 😉 Einzelne zu kommentieren, macht kein Sinn, da würde ich morgen früh noch tippen. Das Leuchtturm-Bild wünsch ich mir immer noch als 16:9, die Aurora-Bilder sind alle sehr beeindruckend. Und das türkise Karabik-Wasser gefällt mir auch sehr gut.

    Deinen Bilder machen Lust selber hinzufahren, aber nach der Beschreibung des Landeanflugs, warte ich lieber, bis das Beamen endlich erfunden wurde.

    • flosenART
      29. März 2014
      Antworten

      Hui, jemand wo den Artikel ganz gelesen hat, dann hat sich die Tippselarbeit ja doch gelohnt 🙂 Dank Dir für die Worte und die 16:9-Reihe wirds dann auf meiner Facebookseite irgendwann im laufe des Jahres mal geben. Vorerst kann ich die Lofotenbilder nicht mehr sehen. Hab mir jetzt noch ein 49×28 Bilderband erstellt und die Fotos ins Archiv gelegt.
      Hehe, ja der Landeanflug war nicht ohne, aber Du hast die möglichkeit auch mit dem Auto und per Schiff dort anzureisen. Also tu Dir keinen Zwang an, mich wirds definitiv wieder dorthin ziehen. Allerdings steht jetzt erstmal Island und im Frühjahr 2015 Schottland auf dem Zettel.

  3. 29. März 2014
    Antworten

    Die Reise hat sich auf jeden Fall gelohnt – die Photos sind beste Werbung für die Lofoten (eins davon habe ich – wenn ich nicht irre – bei heise.de gesehen).
    Danke für die Photos und den ausführlichen Bericht!

    • flosenART
      29. März 2014
      Antworten

      Definitiv! Und es war auch nicht meine letzte Reise dort hin. Jepp, auf heise.de, view.stern.de und bei nationalgeographic.de waren und sind die Bilder “Bild-des-Tages” gworden. Hat mich sehr gefreut 🙂

      Grüße floSen

  4. 30. März 2014
    Antworten

    Sehr ausführlich dein Reisebericht, ich habe ihn mir auf 2 Tage aufgeteilt und so doppelt Freude dran gehabt.

    Die Lofoten sind echt ein Traum – das kann ich aus eigener Erfahrung von vor einem Jahr sagen. Damals lag allerdings soviel Schnee das ein oft gewünschtes Halten am Straßenrand nicht möglich war.
    Deine Idee in Reine nicht vom Standartspot zu fotografieren hat sich echt gelohnt. Wir standen mit unserer Gruppe damals leider auch nur dort. Bei meinem nächsten Besuch möchte ich dort unbedingt irgendwo an Höhe gewinnen und eine der malerischen Buchten von weiter oben fotografieren – deshalb wird es mich wohl zur Schneelosen Zeit mal hochziehen. Wenn die Preise dort oben nicht so horrend wären könnte ich mir einen Jährlichen Besuch in Norwegen sehr gut vorstellen.

    • flosenART
      30. März 2014
      Antworten

      Hey, dank Dir für das Feedback und fürs lesen! Ja, man könnte bei Reine auch auf eine Anhöhe gehen, direkt unterhalb des angrenzenetn Berges, sollte das machbar sein. Zu Beginn war ich enttäuscht, dass wir nicht soviel Schnee hatten, aber ich muss im nachhinein sagen, dass es sogar gut war. So hatten wir fast jedes Szenario. Mit Schnee, ohne Schnee, Sonnenschein, Regen, Eisregen. Ich möchte gerne mal noch im Sommer zur Mitternachtssonne hoch und vor alleme in paar Bergtouren unternehmen. Mal schauen, wann sich dieses Vorhaben umsetzen lässt. Meine Frau möchte, nach dem Sichten der Bilder, nun auch unbedingt im Winter dort hin 🙂 Andererseits fände ich auch die Gegend um Tromso sicherlich interessant, müssen ja nicht immer nur die Lofoten sein, wobei Landschaftlich diese schon eine Wucht sein. Wie dem auch sei, jetzt steht sowieso erstmal eine Schottlandrundreise auf dem Zettel.

  5. 30. März 2014
    Antworten

    jetzt hab ich ganz vergessen dir für deine Karten mit den Haltepunkten zu danken, da kann man für die eigene Reise viel mitnehmen, auch wenn es dort praktisch überall sehenswert ist 😉

    • flosenART
      30. März 2014
      Antworten

      Hehe, kann mal passieren 🙂 Ja, wenn man bedenkt, dass wir 50% unserer Spots nicht durchgebracht haben, weil die Gegend einfach soviel außerhalb der geplanten Spots zu bieten hatte. Ich glaube es gibt keine wirklichen “schlechten” spots dort. So zumindest mein Eindruck.

  6. 2. Mai 2014
    Antworten

    Respekt für diesen super Bericht. Vielen Dank, genau einen solchen habe ich gesucht. Ich habe vor, nächsten Februar die Lofoten zu bereisen. Wie sieht das mit den Fahrzeiten aus von Svolvær zu den einzelnen Inseln? Kannst du mir evtl. eine Unterkunft empfehlen?

    Liebe Grüsse aus der Schweiz

    • flosenART
      12. Mai 2014
      Antworten

      Grüße in die Schweiz! Danke für das Feedback. Also eine Unterkunftsempfehlung in Svolvaer steht im Artikel, eine andere Unterkunft kann ich leider nicht empfehlen. Worüber man sich aber bereits im Voraus im Klaren sein sollte, wo die Fotospots liegen. Von Svolvær bis nach Reine fährt man schon mal gute 3 Std. wenns hoch kommt. Ebenfalls muss berücksichtig werden, dass man wohl kaum durch fährt, ohne irgendwo einen Halt zu machen und zwischendurch mal was anzusehen oder zu knipsen. Somit erhöt sich die Reisezeit enorm. Ich für meinen Teil werde bei meinem nächsten Lofotenbesuch ein Quartier in der Mitte bei Leknes/Ramberg suchen, weil mich die Spots dort einfach mehr reizen. Willst Du mehr die Anfänge der Lofoten ergründen, empfiehlt sich Svolvaer. Ein Quartier direkt in Reine würde ich nur den Leuten empfehlen, die kein Problem mit Fischgeruch haben 😉 der powered in der Gegend schon ordentlich.

      Grüße floSen

  7. Alaric
    1. Februar 2018
    Antworten

    Auch von mir Grüße in die Schweiz – ich habe dort mal gearbeitet.

    Vielen Dank für deinen tollen Bericht – da ich demnächst auf die Lofoten fahre ist er eine ausgezeichnete Vorbereitung für meine eigene Reiseplanung.
    Deine Bilder sind eine Pracht, du hast toll fotografiert und auch die Bildbearbeitung gefällt mir ganz ausgezeichnet. Du verstehst dein Handwerk!
    Die Kommentare zu den Bildern und deine Reisebeschreibung finde ich äußerst informativ und witzig – und runden das Ganze wunderbar ab.

    Ich fliege am 1. März und werde mein Quartier in Leknes beziehen und dann immer wahlweise nach Westen und Osten fahren.

    Viele Grüße
    Alaric

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