Wilder Wein – Barcelona 2019

Eight/Eleven – Prologue

Es war November…
…2018…
…Donnerstag der 08…
…10 Uhr Morgens…
…in einigen Büros dieser Republik standen zu diesem Zeitpunkt die Arbeiten still.

11 Vier Freunde hämmerten auf die berühmt berüchtigte “F5 Taste” als Gäbe es kein Morgen mehr. Als würden pubertäre Jungs in heißer Erwartung auf das neueste Kunstwerk Ihrer Lieblingsdarstellerin auf YouPorn sein.

FUCK MAN! ICH KOMM NICHT WEITER!!!

Matthias M.

Bei mir lädt es gar nicht!

Daniel H.

Kannste Vergessen!

Florian S.

Kurz: Es war der Tag, an dem der Kartenvorverkauf zur “European Stadion Tour” der Band “Rammstein” offiziell begann und wenige Minuten später auch wieder – ausverkauft – endete.

Grundsätzlich hat ja ein Jeder von uns so seine Dinge im Leben, die Er oder Sie (oder Divers) erleben möchte. Bands die man gerne mal Live sehen wollen würde. Orte die man noch besuchen möchte. (Sexuelle) Aktivitäten die man erleben möchte *Kneifzange*. Da ich meine Chancen “Nirvana” in Originalbesetzung einmal Live zu erleben als relativ gering ansehe, “Rage Against the Machine” zwar noch im Bereich des Möglichen liegen, war zu diesem Zeitpunkt “Rammstein” das greifbarste.

Es war uns Allen schnell klar, dass ein Konzert in Deutschland ein Ding der Unmöglichkeit werden wird. Egal ob München, Frankfurt oder Herne-West. No fuckin’ way!

Nach kurzer Absprache in der – natürlich eigens dafür eingerichteten Whatsappgruppe Nr. 349 – weiteten wir unser Vorhaben aus. Europa. Egal wo. Wien. Ausverkauft. Prag, Ausverkauft. Es war mittlerweile 10:30 Uhr geworden.

Scheiss drauf! Rückmeldung in den nächsten 5 Minuten wer dabei ist!

Florian S.

In Barcelona sollte es noch Tickets geben. Kurz die Rückmeldung abgewartet und um 10:45 Uhr war es soweit. Barcelona. Rammstein. Juni 2019. Bäm!

Die Flüge buchten wir Umweltbewusst bei “Ryan Air” direkt von unserem Heimatflughafen dem Allgäu Airport Memmingen aus. Die Unterkunft lag im Stadtteil “El Poble-sec” von Barcelona. Die Sache war geritzt und in Stein gemeißelt!

5 Freunde und ein Liebespaar

Über ein halbes Jahr später im Juni 2019 war es dann soweit. Flughafen Memmingen. 5 Freunde und ein Liebespaar *lach* machten sich auf den Weg nach Barcelona. Es war perfekt! Weil sowieso ein Feiertag dazwischen lag, benötigten wir für 5 Tage vor Ort nur insgesamt 2 Urlaubstage.

Vom Allgäu Airport Memmingen ging es zunächst nach Girona.

Der Flughafen ist gut eine Autostunde von Barcelona entfernt. Zwar kann man einen günstigen Bus in die Stadt nehmen, aber der hält natürlich auch gefühlt in jedem Dorf. So organisierten wir uns kurzerhand ein Großraumtaxi und schipperten über die spanische Autobahn gemütlich zur gebuchten Unterkunft.

Wer mehr über den Flughafen wissen, oder sich über die Transportmöglichkeiten informieren möchte, kann das gerne hier tun.

In Barcelona angekommen warteten wir noch ein wenig auf unseren Vermieter, da die Unterkunft – natürlich – eine private Ferienwohnung gewesen war und kein Hotel.

Und wundert Euch nicht, wieso hier nur 4 bzw. mit mir 5 Personen zu sehen sind, die beiden Turteltäubchen haben wir anderweitig in der Stadt abgesetzt *lach*

Die Unterkunft lag – wie bereits erwähnt – im Stadtteil El Poble-sec was grundsätzlich super war, da wir etwas abseits vom Schuss aber doch ziemlich Zentral der Spots lagen. Dadurch konnten wir diverse Sehenswürdigkeiten und auch die Innenstadt ohne lange Wege zu Fuss erreichen. In der Gegend gab es im Übrigen auch eine sehr empfehlenswerte Tapas-Bar die stilecht auf den Namen “Taps” hört. Kann ich nur empfehlen, da man dort auch nur Einheimische antrifft, was grundsätzlich immer ein guter Indikator ist.

Nun gibt’s noch ein paar Ausblicke vom Zimmer auf unsere wunderschönen Innenhöfe… fast *lach*

Die “Gang” quer durch Barcelona

Da es sich um keine klassische “Fotoreise” oder einen normalen “Urlaub” von mir handelte, hatte ich natürlich auch nicht viel Ausrüstung dabei. Im Gepäck landeten lediglich

  • Kamera,
  • 2 Objektive,
  • kein Stativ,
  • keine Filter

Mein Vorhaben war ja nicht “zum Sonnenaufgang dort” oder “zum Sonnenuntergang hier” zu sein. Macht man nicht bei nem Ausflug unter Freunden *zwinker*

Dort sieht die Tagesplanung zumeist eher wie folgt aus

  • Trinken
  • Frühstück
  • Trinken
  • Sightseeing fürs Gewissen
  • Snacken
  • Trinken
  • Sightseeing fürs Gewissen
  • Essen
  • Trinken
  • Schlafen
  • Katerbeseitigung
  • Repeat

Gut, ganz so schlimm wars natürlich nicht durchgehend, aber die Bars in Barcelona sind nicht zu verachten! *hicks*

Nichts destotrotz habe ich natürlich trotzdem ein paar Bilder während unser Schlendereien durch die Stadt geschossen. Somit nehme ich Euch dieses Mal ohne großartige Google-Maps-Karte einfach mit durch die Stadt. Den meisten Text hab Ihr also hinter Euch *puh*

Die Stadt lebt natürlich von seinen vielen engen und kleinen Gassen im Zentrum…




.Natürlich sahen wir uns auch die ein oder andere Sehenswürdigkeit in der Stadt an. So liefen wird in brütender Hitze über die “Venezianischen Türme”

…hoch zum dominant thronenden kalanischen Nationalmuseum.

Für Diejenigen unter Euch, die nicht Treppensteigen wollen… ja… Auch für Euch ist gesorgt *lach*

Dort befindet sich im übrigen nicht nur der berühmt berüchtigte Brunnen “Font Mágica”, welcher wohl in den Abendstunden unter Beleuchtung ständig die Farbe wechselt…

…sondern man erhält auch einen schönen kleinen Überblick über die Stadt.

Dort angekommen ging es über eine schöne Gartenanlage für uns weiter in Richtung Olympiagelände der olympischen Sommerspiele 1992

…die “alten” Spielstätten besichtigt was das Finale des 4-stündigen Spaziergangs die Burg bzw. Festung “Montjuic”, von dem man einen schönen Blick über die Stadt genießen kann.

Funfact am Rande. Wer nicht bis dort hoch laufen möchte, kann auch mit einer Seilbahn fahren. Diese führt von dort bis zurück zum Hafen. Wir sind aber Allgäuer, also liefen wir auch! *lach*

Es war natürlich nicht die alleinige Tour in Barcelona. Natürlich schauten wir uns u.a. auch die “Sagrada Familia” an, aber ganz ehrlich… da war so dermaßen scheisse viel los gewesen… kurzer Schnappschuss und nichts wie weg von dort!

Selbstverständlich machten wir auch am Abend die Restaurants und Bars der Stadt unsicher und ließen uns entsprechend verwöhnen…

…fast gänzlich ohne Ausfälle *lach* *hust*

mde

Am Tage lümmelten wir dann nicht nur irgendwo in der Stadt umher, sondern besuchten selbstverständlich auch die Strandpromenade Barcelonas

…oder besuchten verschiedenste Märkte wie z.B. den Mercat de la Boqueria nahe der berüchtigten La Rambla.

Die berühmt berüchtigte “La Rambla” kann im Übrigen von uns keiner Empfehlen. Erstens ist diese am Tage total überlaufen und zweitens fühlten wir uns Nachts so derbe unwohl durch aufdringliche Personen, dass wir uns schnell wieder in die nächste Bar verzogen. *cheers*

Exkursion ins Camp Nou

Insgesamt waren wir 4 Personen aus unserer legendären “Stockbrot & Bier” Fussball-Tippgemeinschaft in Barcelona. Da liegt es natürlich schon sehr nahe, dass wir uns auch das legendäre “Camp Nou” angesehen haben.

Da das Stadion des FC Barcelona sowieso inmitten der Stadt und nur 4 KM von unserer Unterkunft entfernt lag, sind wir zu Fuss die unendlichen Straßen Barcelonas entlang.

Am Stadion angekommen wirkt es zunächst nicht ganz so imposant inmitten den Häusern…

Wir zogen uns zunächst mal am Ticketschalter ein Besucherticket. Die Preise sind ganz ordentlich. Für eine komplette Tour inkl. Kabinen etc. zahlt man stolze 145€. Wir gingen aufs Ganze und zogen – Fussballverrückt wie wir sind – das günstigere Ticket für 35 € *lach*

Am Ticketschalter angekommen fragte uns der Verkäufer woher wir sind. Da Liverpool 2 Tage davor Barcelona mit 3:1 aus der UEFA Champions League schoss, sagte ich Standesgemäß

We are from Liverpool

Fand der Ticketverkäufer nur bedingt lustig *lach*.

Mit dem Ticket in den Händen ging es dann zunächst in das Vorangestellte Museum des Vereins. Wie bei jeder Stadionbesichtigung eigentlich *lach*.

Natürlich hat der damalige GOAT auch seinen eigenen Bereich bekommen…

Von Dort ging es dann weiter auf den Mittelrang. Ich muss schon sagen. Das Stadion ist schon “fett”! Dort mal mit Zuschauer wäre definitiv ein Erlebnis. Aber da habe ich noch ein anderes “Schmankerl” für Euch in einem anderen Artikel. *schwärm*

Selbstverständlich mussten auch die Toiletten des Stadions entsprechend inspiziert werden!

Danach ging es etwas ungeplant für uns weiter. Da die Security etwas unachtsam gewesen war, schlichen wir uns in den 145€ Bereich und starteten die “Extended”-Tour *duck und weg* Somit waren nicht nur Presseraum, unterer Innenraum, Interview-Zone für uns Erreichbar…

…sondern auch die legendäre Kapelle im Stadion kurz vor dem Spielfeld.

Im Innenraum wirkt das Stadion natürlich nochmals um einiges imposanter!

Durch die Spielerkabinen ging es nun in den Oberrang und zu den Kommentatorenkabinen. Von Dort aus dann wieder über das Museum nach Draußen. Ich muss schon sagen: Geiles Stadion!

Das Konzert

Nun kommen wir zum eigneltichen Highlight. Zumindest für uns Beteiligten. Für Euch wird das der langweiligste Part, weil ich a) selbstverständlich nur mein Handy dabei hatte und b) wir alles keine Konzertknipser sind. Es reicht schon wenn 30.000 Andere das Konzert durchs Smartphonedisplay erleben. Wir haben zu Beginn ein paar Bilder gemacht und zwischendurch mal das ein oder andere. Thats it. Den Rest wollten wir lieber direkt aufsaugen und das Konzert genießen.

Das Konzert selbst fand im RCDE Stadion statt, welches außerhalb bzw. am Rand von Barcelona liegt. Mit dem Taxi benötigten wir in etwa 30 Minuten.

Es waren zwar viele Deutsche bzw. Deutschsprachige anwesend, allerdings die große Mehrzahl waren dann doch einheimische.

Was ich extrem erstaunlich fand, dass viele die deutschen Texte perfekt mitsingen konnten. Naja. Mehr oder weniger *lach*. Beim Song “Deutschland” sang der Ein oder Andere Spanier im Refrain stets “[…]alles[…]” als “[…]allen[…]”. Ihr wisst schon… die Worte aus einem bestimmten “Deutschland-Lied”.

Ich denke Mal nicht bewusst, sondern weil Sie es einfach falsch verstanden haben. A) war der Song zu dem Zeitpunkt noch relativ jung und B) geht das einem doch manchmal gleich. Man singt irgendwas obwohl man es nicht wirklich verstanden hat, Hauptsache es klingt so in etwa danach. Bis man dann die Lyrics mitließt im Booklet. Nein liebe Spotify-Generation, ich erkläre Euch jetzt nicht, was ein “Booklet” ist *zwinker*. Wir namens mit Humor.

Zum Abschluss was soll ich sagen. Das Konzert war richtig geil und defintiv sogar noch besser als ich es mir vorgestellt habe. Ein Video erspar ich mir, die findet Ihr zuhauf auf einschlägigen Videoportalen. Die paar Bilder müssen reichen.

Die Setlist war super, es wurde viel alter Kram aber eben auch in abgewandelter Form von der damals aktuellen Platte “Rammstein” gespielt. Zudem habe ich endlich mal “Scala” live gesehen. Schon vor 10 Jahren habe ich mir Alben von Ihnen geholt, weil ich die Klavier und Chor-Covers einfach super fand.

Kleine Randbemerkung:

Im August 2020 sollte es dann endlich mit Rage Against the Machine klappen. Unglaublich! Ja. 2020. Heisst: Nein, es klappt nicht aus den allseits bekannten Gründen.

Was bleibt mir am Ende zu sagen? Ich kann nun endlich Rammstein aus meiner Liste streichen. Vielleicht sehe ich Sie ja wieder… in Tallin, oder in Moskau oder sonst wo, aber definitiv nicht in Deutschland. Wir werden sehen…

Der Rest vom Fest

Wen es jetzt noch interessiert. Ein paar weitere Impressionen. See U!

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Meine Name ist Florian Schickling, der sogenannte "ich"-Part von "dasFLOSEN" und Autor sowie Knipser meines Blogs dasflosen.de. Grundsätzlich bin ich einfach gerne unterwegs, verbringe viel Zeit in der Natur und versuche schöne Momente und Eindrücke mit einer Systemkamera von Sony festzuhalten. Jeder Ausflug hat seine eigene Geschichte zu erzählen und da ich selbst das alleinige Betrachten von Bildern langweilig finde, kam mir die Idee mit dem Niederschreiben. Dieser soll nicht nur unterhalten, Eindrücke schildern und Bildmaterial liefern, sondern zugleich auch als Informationsquelle für mich, für die Interessierten unter Euch oder für die Nachwelt dienen.

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