Zu Gast an der Kante – Die Schrattenbachflieger

Der zufällige Zufall

Wie es im Leben manchmal so ist, spielt der Zufall einem direkt in die Karten. Es war Samstag, ich war eigentlich auf einer kleinen Shoppingtour. Dieses Wochenende sollte keine größere Fototour anstehen. Erholung von der Tour auf die Krinnenspitze war angesagt. Mein zart wirkender Körper muss geschohnt werden :-). Wie immer, sobald ich das Haus verlasse, war auch diesmal meine Kamera mit an Bord. Ich fuhr an diesem Tag nach Kempten im Allgäu um dort ein paar Einkäufe zu erledigen. Gegen Nachmittag war ich fertig und brach in Richtung Heimat auf.
Wenn alles normal läuft, fahr ich über die Autobahn A7 zurück, aber an diesem Tag war schließlich nichts normal. Ich hatte keine Lust auf Autobahn und Verkehr, hatte zudem genügend Zeit. Schließlich war an diesem Tag nichts geplant. Ich entschied mich also die Nebenstrecke über Dietmansried zurück nach Ottobeuren zu nehmen. Es sollte sich lohnen…

Soll ich, oder soll ich nicht?

Als ich auf Höhe Schrattenbach war, sah ich die Gleitschirme über mich schweben. „Oha, die Springen ja Heute. Cool!“ dachte ich mir so und fuhr erstmal weiter. Plötzlich packte sie mich. Die Lust aufs Fotografieren. „Jetzt oder nie“ sagte ich im Auto vor mich hin und drehte um. Auf gings zur Absprungkante der Gleichtschirmflieger.

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Es herrschte mächtig Betrieb und ich näherte mich schüchtern und vorsichtig der Meute an der Kante. Ich sah zunächst ein paar Minuten den Springern zu und nutze meine Beobachtungen um das Oberhaupt, dem Boss, der der hier das Sagen hat ausfindig zu machen. Das isser! „Hey, sagmal macht es Euch was aus, wenn ich Euch hier ein wenig fotografiere?“ fragte ich Verlegen und mit leichten Dackelblickgesichtszügen. „Ne, mach ruhig. Sieht man die Fotos danach irgendwo?“ war seine lockere Antwort. Noch kurz die Visitenkarte gezückt, die Mailadresse des Verantwortlichen notiert und zurück zum Auto. Euqipment holen.

Faszinierend

Nun stand ich also da. Was ist das den für einer? Der komische Typ mit dem Stativ und dem Fotoapparat. Sieht ja ziemlich professionel aus was er da hat. Ob da wohl was dabei raus kommt? Hätte ich die Blicke deuten sollen, wäre wohl das dabei rausgekommen. Ich lies mich aber nicht beirren und fing einfach mal zu knipsen. Zu meiner Überraschung boten sich sehr viele Motive an der Kante. Nachdem sich noch jemand für mein Equipment interessierte und wir einen kurzen netten Plausch abhielten, kam er. Der Boom-Moment. Drei Springer standen an der Kante, weitere waren gerade in der Luft. Weitwinkel, POL-Filter (für die Wolken), Serienbildfunktion, Verlaufsfilter. Ich war bereit.

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Ruhmreiche Begegnung

Die Bilder waren im Kasten, die Sonne war am Untergehen, die Flieger hatten Ihr Pensum absolviert. Angespannt wie die Ergebnisse sind, verabschiedete ich mich noch von den Fliegern und trat den restlichen Heimeweg an. Bilder sichten! Ich zog die Bilder auf meinen Rechner zur Postproduction in Lightroom und war schon tief begeistert. Auch die Flieger waren von den Bildern begeistert, nachdem sie meine E-Mail mit den Bildern erhielten. Was dann aber passierte war selbst für mich nicht vorhersehbar und macht einen schon ein wenig Stolz. Die Bilder ginger quasi durch die Decke.

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Auf dem Onlineportal der Fotozeitschrift VIEW des Sterns wurde ich zunächst mit dem Titelbild auf der Startseite belohnt. Wenig später mit einem Gallerieeintrag. Ein paar Wochen später bekam ich plötzlich Post der Redaktion. Mein Bild von den Fliegern soll abgedruckt werden. ABGEDRUCKT! „omg, Omg, OMG!“ meine erste Veröffentlichung. In der gedruckten Ausgabe vom September war es dann soweit, der Rest ist Geschichte. *STOLZ*

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flosenART Verfasst von:

Hallo, ich bin flosenart und bin nun gestorben.

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