Zu Ostern im Tennengau

Eine Stimme aus der Vergangenheit

Beinahe wäre eine fatale Lücke enstanden, dessen Auswirkung kaum abzusehen gewesen wäre im Zusammenhang des Raum- und Zeitkontinuum. Ich hätte beinahe den fulminanten Kurztrip zu Ostern vergessen. Nun, zugegeben, ganz so dramatisch wäre es wohl nicht gekommen. Dieser Trip war schließlich auch nicht unbedingt mit Knipsen verbunden, sondern sollte viel mehr der Entspannung gelten. Was natürlich nicht heissen soll, dass die Kamera zu Hause bleibt. Primär ging es aber darum, die Bars dieser Welt zu erkunden. Oder so ähnlich.

(Link zur G-Maps-Karte, falls diese nicht angezeigt wird)

Das Glück der Glücklichen

Wir haben den Vorteil, dass wir direkt an der deutsch/österreichischen Grenzen eine Verwandtschaft ansässig haben, die zufälligerweise noch eine Pension betreibt. Diese ist im Übrigen uneingeschränkt empfehlenswert *zwinker*. Grund genug also, 1-2 x im Jahr diese aufzusuchen und ein wenig das Umland zu erkunden. Egal ob das Salzburger Land oder das Berchtesgadener Land, alles ist nur ein Katzensprung davon entfernt.

Auf dem Plan stand diesmal eine kleine Tennengaurunde und die Stadt Salzburg. Was die Dame von HoochisWelt nicht wusste, der feine Herr hat sich diesmal eine Suite in der Villa Carlton in Salzburg reserviert. Der Grund? HoochisWelt und ich sollten uns dort unser „Ja-Wort“ geben und den heiligen Bund der Ehe eingehen. Also so munkelte zumindest die Gerüchteküche. So viel kann ich sagen, an diesem Gerücht war nichts dran. Vielmehr ging es darum, dass wir auch mal das Nachtleben der Stadt erkunden wollten. Nachdem ich selbst schon die Stadt wie meine Westentasche kenne, war das auch längst überfällig nach 18 Jahren regelmäßigem Besuch. Am Ende verbrachten wir etwa 14 Stunden in irgendwelchen Irish Pubs *lach* Ja, von denen gibt es in Salzburg nämlich viele. Sehr viele.

Der Reihe nach

Aber gehen wir nun mal chronologisch an die ganze Sache heran. Zunächst stand nämlich die Tennengaurunde auf dem Plan. Mit dem Auto sollte es an Salzburg vorbei in Richtung Golling gehen. Dort verließen wir die Autobahn und machten uns auf den Weg duch das Lammental. Um 6 Uhr Morgens war Abfahrt. Unser erstes Ziel erreichten wir um kurz nach 7 Uhr. Die Lammentalklamm. Leider hatte es in der Nacht davor derartige Schneefälle, dass die Begehung der Klamm ein zu großes Risiko darstellte.

Leck mich doch. Geht ja schon gut los!

Waren meine – wie immer – weise gewählten Worte. Wenn Ihr im Übrigen denkt, dass „Golling“ Euch irgendwie bekannt vor kommt? Genau, dort bin ich ein Jahr zuvor gewesen. Ein Exkurs am Rande sei hierbei erlaubt: Die in dem Artikel zu sehende Mühle an den Gollinger Wasserfällen, wurde 2014 grundsaniert. Den Charme hat sie dadurch leider verloren, aber in 10-20 Jahren wird sich ein Besuch wegen der Mühle sicherlich wieder lohnen. Die Wasserfälle lohnen sich trotzdem auch Heute noch und sind immer ein Besuch wert.

Exkurs Ende *lach*

Weiter nach Hallstatt oder das Hohenschwangau Österreichs

Wir fuhren die Passstraße weiter durch das schöne Lammental und bogen am Ende nach Hallstatt ab. Ein sehr idyllisch gelegenes kleines Dorf am Fuße des Dachsteinmassives. Das Pech mit der Klamm, war unser Glück in Hallstatt. Die Touristenscharen waren alle noch unterwegs. Ja, die gibt es dort und wie sich später rausstellen sollte, nicht zu wenige. Wir parkten außerhalb und erkundeten das wunderschön verwinkelte kleine Dorf. Hier noch ein Tipp am Rande: Seid Ihr lauffaul, könnt ihr direkt in der Tunnelmitte einen Parkplatz anfahren und seid direkt oberhalb des Dorfes!

Wir waren gerade am Ende unseres Besuchs angelangt, als die Invasion der Asiaten begann. Diese Vielzahl kannte ich sonst nur zur Hochsaison aus Hohenschwangau im Allgäu. Verrückt!

Ergebnisse Hallstatt:

Über den Wolfgangsee zur Mühlen- und Wasserfallexpedition

Den Massen entkommen stellte ich HoochisWelt zunächst auf eine kleine Probe, welche sie mit Bravour nicht bestand. Ich wollte eigentlich noch mit der Seilbahn auf den Dachstein fahren. Vom Tal aus sah man schon geile eisige Schneeskulpturen am Berg und an den Masten. Der Wind auf dem Gipfel pfiff zudem Ordentlich, mag man den Schneeverwehungen glauben schenken, die am Gipfel herrschten. Auch der Mensch an der Talstation warnte uns bereits, dass dort Oben heute alles gesperrt sei aufgrund des Schneefalls am Tag zuvor dem heftigen Wind.

Geil!

Sagte ich. Aber leider konnte die Dame Ihre Seilbahnfobie nicht abschalten. Nun gut, man(n) steckt eben auch mal zurück. Es ging also wieder Zurück in Richtung Salzburg. Wir fuhren jedoch über den Wolfgangsee an den Fuß des Gaisbergs. Das Gipfelplateau sollte wie immer den Abschluss darstellen, zunächst ging es jedoch an die Wasserfälle und Mühlen am Fuße des Berges.

Irgendwie war es aber nicht mein Tag und als wir dort ankamen, klaffte die Sonne am Himmel.

Ach komm! Genau jetzt, oder?

Erwiderte ich HoochisWelt. Sichtlich gut gelaunt erkundete ich das Gebiet. Ich hasse Wasser und Sonne. Gut, genauer gesagt mag ich Sonne nur zum Sonnenauf- und -untergang, den Rest des Tages kann es von mir aus regnen. Ein paar Bilder hab ich trotzdem im vorderen Teil des Gebietes geschossen. Am Ende klaffte ein riesiger Wasserfall, an dessen oberen Anfang eine weitere und letzte Mühle stand. Insgesamt gab es im gesamten Gebiet 5 verschiedene Mühlen. In Kessel des Wasserfalls kam dann endlich auch kein einziger Sonnenstrahl mehr an. Somit war ich am Ende doch noch zufrieden, auch wenn ich im Herbst definitiv wieder kommen werde. Versprochen!

Ergebnisse Mühlen und Wasserfall:

La grande finale

Wie schon erwähnt, ging es danach auf den Gaisberg. Es geht irgendwie immer wieder auf den Gaisberg. Die Aussicht ist auch einfach einzigartig. Oben angekommen sahen wir zunächst noch ein paar Gleitschirmflieger zu, wie sie versuchten den starken Windböhen zu trotzen. Danach ging es an den bekannten Aussichtspunkt um die Abendstimmung einzufangen.

Dorft quatschte mich auch ein „Local“ an. Gefährlich. Mich von der Seite anzureden und noch österreichischer Abstammung zu sein. Explosiv! Grund für eine Schelle. Wir kamen jedoch schnell ins Gespräch und quatschten über Gott und die Welt. Am Ende verriet er mir noch ein paar schöne Fotoplätze im Salzburger Land. Einige davon hörte ich zum ersten Mal. Somit habe ich meine Herbstziele schon gefunden *lach*. Das Fotografieren der Abendstimmung geriet zur Nebensache und der Lokalmatador drückte wie ich nur noch sporadisch auf den Auslöser.

Ergebnisse Gaisberg:

Die Stadt Salzburg

Wie bereits eingangs des Artikels erwähnt, hielten wir uns nach dieser Tennengaurunde für zwei Tage in der Stadt Salzburg auf. Die Kamera lies ich hierbei zumeist in der Suite, da wir mal den Tag ohne Auslösergeräusche verbringen wollten.

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Vielmehr stieg von Minute zur Minute der Promillepegel. Highlight war definitiv die Live Band in unserem letzten Irish Pub.

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Am nächsten Tag besuchten wir jedoch noch den Mönchsberg. Ihr könnt hier über den Fahrstuhl nach oben fahren ins Museum der Moderne. Der Fahrstuhleingang befindet sich direkt nach dem Haus der Natur. Empfehlenswert ist jedoch nur das Haus der Natur, da ich das Museum bei einen meiner letzten Besuche nicht so sonderlich toll fand. Wie dem auch sei, wir wählten den Fussweg nach oben und genossen von dort Oben den herrlichen Blick über die Stadt. Wie es der Zufall so wollte, bekamen wir auch noch das Osterkonzert der Glockentürme von Salzburg mit.

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Zumindest bis der große Salzburger Dom anfing zu „bimmeln“. Dieser kommt einer riesigen Bassbox gleich und übertraf alle anderen Glocken um Längen.

Das wars zugleich auch mit einem Kurzbericht des Kurztrips zu Ostern. Anbei noch der Artikel von HoochisWelt dazu.

(Artikel HoochisWelt)

Ergebnisse Salzburg:

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dasFLOSEN Verfasst von:

Meine Name ist Florian Schickling, der sogenannte "ich"-Part von "dasFLOSEN" und Autor sowie Knipser meines Blogs dasflosen.de. Grundsätzlich bin ich einfach gerne unterwegs, verbringe viel Zeit in der Natur und versuche schöne Momente und Eindrücke mit einer Systemkamera von Sony festzuhalten. Jeder Ausflug hat seine eigene Geschichte zu erzählen und da ich selbst das alleinige Betrachten von Bildern langweilig finde, kam mir die Idee mit dem Niederschreiben. Dieser soll nicht nur unterhalten, Eindrücke schildern und Bildmaterial liefern, sondern zugleich auch als Informationsquelle für mich, für die Interessierten unter Euch oder für die Nachwelt dienen.

3 Kommentare

  1. 23. Juni 2015
    Antworten

    Hach, wie schön der Urlaub doch war, auch ohne die große Frage. 😉
    Du hast dieses Erlebnis in sehr schöne Worte gefasst und die mitgebrachten Fotos sind wunderschön.
    LG die treue Gefährtin

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